Erol Kücükarslan wird Trainer der zweiten Mannschaft.
Dienstag, den 16. April 2019
erolkücükarslan1 720Übernimmt das Traineramt der zweiten Mannschaft: Erol Kücükarslan

Erol Kücükarslan übernimmt zur neuen Saison das Traineramt bei der zweiten Mannschaft.

„Das ist eine Herzensangelegenheit mit Adler, da brauchte ich gar nicht lange überlegen. Auch die Ziele die der SV Adler in den nächsten 1-2 Jahren verfolgt, haben mich überzeugt. Ich freu mich riesig auf die neuen Aufgaben", sagt Kücükarslan der zugleich auch der Onkel von Adler-Akteur Ibrahim Kücükarslan ist.

Vereinsintern war schon länger klar, dass Kücükarslan die Zweite Mannschaft zur kommenden Saison übernehmen wird. Nach den Vorkommnissen vom 24. März im Spiel gegen Barisspor II und den darauffolgenden Rückzug der Zweiten Mannschaft, steht die Verpflichtung dennoch in einem anderen Licht. „Ich habe das Spiel gesehen. Es war ein schönes Spiel, mit einem verdienten Sieger muss man fairerweise sagen. Im Spiel war eigentlich nicht abzusehen, dass da solche Vorkommnisse nachher passieren würden. Es war zwar ein hartes, aber relativ faires Spiel. Die Aktionen mit dem Abpfiff zusammen, gehören aber einfach nicht auf dem Fußballplatz. Adler Osterfeld hat die Konsequenzen gezogen und die werden schon wissen warum die das gemacht haben. Ich hoffe diese Bilder sehen wir nirgendswo mehr, weil das hat mit Fußball nichts zu tun", sagt Kücükarslan zu den Vorkommnissen. Bedenken für die neue Saison hat er aber nicht: „Für die kommende Saison wird sich für mich nichts ändern. Wir sind dabei, zusammen mit unserem Sportlichen Leiter Carsten Kemnitz, eine komplett neue Mannschaft auf die Beine zu stellen. Da sind wir auf einen sehr guten Weg."

Neuland ist der SV Adler für Kücükarslan allerdings nicht, denn der 44-jährige kann durchaus eine Vergangenheit an der Siepenstraße vorweisen. Angefangen mit dem Fußballspielen hat er beim SC 20 Oberhausen. „Das war direkt hinterm Haus, traditionell ging´s danach zu Turnerbund", sagt er. Die nächste Station war dann schon der SV Adler. In der B-Jugend kam er an den Rothebusch. Als A-Jugendlicher durfte er bereits bei der 1.Mannschaft mittrainieren und kam unter Trainer Schorch Mewes auch in der Landesliga schon zum Einsatz. „Da konnte ich viele Erfahrungen sammeln. Deshalb ist Adler Osterfeld auch eine Herzensangelegenheit für mich", blickt Kücükarslan auf „wunderschöne Jahre" zurück.

Kücükarslan, der Inhaber der B-Lizenz ist, hat auf dem Platz klare Vorstellungen: „Natürlich ist Spaß im Vordergrund. Aber es gibt gewisse Situationen auf dem Platz, sowohl im Spiel als auch im Training, da muss man die Sache wirklich mit Herz angehen. Die Übungen die ich so mache, da habe ich eigentlich immer einen Ball mit im Spiel. Die Jungs merken gar nicht, was die für eine Kraft aufwenden, wenn der Ball mit im Spiel ist. Das hat man mir schon so beigebracht und das werde ich auch versuchen in meiner Trainerlaufbahn so einzubringen."


erolkücükarslan2 300

Es ist schön dahin zurückzukommen, wo man seine schönsten Jugendjahre hatte und auch mit dem Seniorenspielen angefangen hat




Das Kücükarslan bei Adler war, liegt schon ein paar Jährchen zurück. „In den erfolgreichen Jahren von Adler war ich noch zu grün hinter den Ohren und es wurde natürlich auch immer schwieriger", sagt er. Deshalb zog es ihn erst zu SuS 21 und dann zur SG Osterfeld. Danach folgten 18 Jahre BW Oberhausen. „Das war eigentlich meine Heimat gewesen und man hat sich schon mit dem Verein identifiziert. Wir haben immer oben mitgespielt. Auch mit dem Carsten Kemnitz und anderen namhaften Spielern aus dem Oberhausener Bereich. Es hat aber nie für den Aufstieg gereicht, wir waren immer Zweiter oder Dritter. Das war eine unendliche Geschichte." Mit dem FSV Duisburg hat es dann aber geklappt: „Was wir in 18 Jahren mit Blau-Weiß nicht geschafft haben, hat da funktioniert. Wir sind direkt in die Landesliga aufgestiegen." Allerdings ging es für Kücükarslan zurück zu SuS 21 und später erneut zu BWO, wo er unter Carsten Kemnitz mit der zweiten Mannschaft aufgestiegen ist.

Kemnitz war es auch, der in seiner neuen Funktion als Sportlicher Leiter die Gespräche mit Kücükarslan in die Wege geleitet hat. „Für mich ist es sehr schön, als Fußballbekloppten in positiver Hinsicht, einen Carsten Kemnitz zu haben, der Mann und Maus in Oberhausen kennt, Überzeugungskraft hat und sehr guten Einfluss auf Spieler hat. Auch der Udo Hauner ist einer, den ich als Mensch sehr schätze und der offen und ehrlich ist", sagt Kücükarslan. Trainererfahrungen konnte er bereits bei BW Oberhausen und bei SuS 21 Oberhausen sammeln. Mit beiden Mannschaften gelang der Aufstieg in die Kreisliga A. An der Schleuse war er zuletzt neben seiner Trainertätigkeit auch als Sportlichen Leiter und Koordinator aktiv. „Was auch sehr schön war", wie er erwähnt.

Beim SV Adler möchte er mit der zweiten Mannschaft schnellstmöglich wieder für positive Schlagzeilen sorgen: „Wir hoffen das wir diesen Imageschaden für den Verein, so schnell wie möglich durch schönen und erfolgreichen Fußball in Vergessenheit geraten lassen. Es ist nun mal passiert und die, die darin verwickelt waren, wissen auch das es nicht richtig war. Die Leute die mich kennen, wissen ganz genau, dass Disziplin und Respekt gegenüber Zuschauern, Mitspielern, Gegnern und Schiedsrichtern, für mich sehr wichtig ist. Und das werde ich den Spielern auch einimpfen. Keiner kann sich von solchen Sachen freisprechen, aber wir werden alles dafür tun, das so etwas nicht wieder passiert. Ich bin mir eigentlich auch sicher, dass wir diesen Imageschaden, den der Verein davongetragen hat, auch schnell in Vergessenheit geraten lassen."