Gladbach, der erwartet große Gegner
Donnerstag, den 13. Februar 2020
bmg 720Die U19 von Borussia Mönchengladbach zu Gast im Waldstadion Rothebusch,
für viele der Jungs wohl ein einmaliges Erlebnis

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SV Adler Osterfeld - Borussia Mönchengladbach  0:13 (0:5)
12.02.2020 - 19:30
A-Junioren Niederrheinpokal - Achtelfinale 2019/2020

Die U19 von Borussia Mönchengladbach war gestern zu Gast im Waldstadion Rothebusch. Ein klangvoller Name und ein riesen Erlebnis, nicht nur für die A-Junioren des SV Adler, sondern für den gesamten Verein. Dass die Partie am Ende deutlich mit 0:13 verloren ging, war dann auch eher nebensächlich.

Die Jungfohlen waren nicht etwa nur für ein Freundschaftsspiel an die Siepenstraße gereist. Es war das Achtelfinale des Niederrheinpokals, für das sich der SV Adler mit einem 2:0 Auswärtserfolg beim FC Remscheid und einem knappen 2:1 Heimerfolg gegen Hamborn 07 qualifizierte. Gegen den aktuellen Tabellenfünften der Bundesliga-West, der in der Liga dicht hinter Mannschaften wie Borussia Dortmund, Fortuna Düsseldorf oder Bayer Leverkusen rangiert, schaffte das Team von Tobias Hauner und Joel Goldberg immerhin zehn Minuten den eigenen Kasten sauber zu halten. Ein Schuss von der Strafraumgrenze eröffnete dann aber den Torreigen. Trainer Tobias Hauner sah sein Team dennoch auf einen guten Weg: „Wir haben versucht den Rückstand im ersten Abschnitt so gering wie möglich zu halten, weil wir wussten, dass wir da konditionell ein wenig mithalten können. Das ist uns eigentlich auch ganz gut gelungen, aber wir haben natürlich gehofft nur mit einem zwei- oder drei Tore Rückstand in die Pause zu gehen."

Dass es im zweiten Abschnitt nicht leichter werden würde, war ebenso klar, als das es am Ende wohl auch Zweistellig wird. Auch wenn Schlussmann Kaan Uygur den einen oder anderen Schuss entschärfen konnte, fielen die Tore teilweise im Minutentakt. „Wir wussten das wir im zweiten Abschnitt konditionell einbrechen, aber die Jungs haben ihre Sache trotzdem gut gemacht, haben nicht aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft. Das es am Ende 13 Tore geworden sind, ist dann natürlich trotzdem ärgerlich", so Hauner, der aber keineswegs enttäuschst war.

Neben Lenny Stanczyk, der von Anfang an spielen durfte, wechselte Hauner im zweiten Abschnitt vier weitere B-Jugendspieler ein, um auch diesen die einmalige Chance zu bieten gegen die U19 der Fohlen zu Spielen. „Alles in allem war es ein schönes Erlebnis ins Achtelfinale einzuziehen und gegen Gladbach zu spielen", freute sich Hauner, der den Ligaalltag aber nicht aus dem Auge verliert. „Jetzt hoffen wir, dass wir die Saison noch vernünftig zu Ende spielen."

Auch wenn das Ergebnis gegen die Fohlen erwartungsgemäß deutlich ausfiel und das Team zuletzt bei der Westdeutschen Futsal-Meisterschaft ebenfalls chancenlos blieb, ist allein schon die Tatsache, das sich die Mannschaft mit ihren recht dünnem Kader für all diese Spiele und Turniere qualifizieren konnte, ein Riesen Erfolg auf den der gesamte Verein stolz sein darf.

Weitere Stimmen:

Udo Hauner (Jugendleiter): „Wir können stolz auf die beiden Trainer und die Mannschaft sein. Ich bin seit 1994 im Verein und wir waren noch nie in der dritten Runde des Niederrheinpokals und dann noch gegen Borussia Mönchengladbach. Das Ergebnis ist zweitrangig, die Jungs haben sich da unten gut präsentiert. Auch wir als Verein haben uns gut präsentiert und da sind wir rundum zufrieden mit."

Carsten Kemnitz (Sportlicher Leiter): „Das war ein schönes Erlebnis für die Jungs, mal gegen Gladbach zu spielen. Das passiert nicht aller Tage und dafür ist so ein Pokalwettbewerb auch gut. Jetzt haben die mal erfahren, dass es auf diesem Niveau viel schwieriger ist zu spielen. Nichts desto trotz war es ein schöner Abend und die Jungs haben ihr Möglichstes gegeben.

Spiel:

SV Adler: Uygur – Adiyamann, Sons, Frank, Kindac, Stanczyk (74. Gatner), Mujezinovic (46. Kirchhof), Prinz (79. Isufi), Mo Hasan, Miyanyedi, Morawietz (46. Cebulla)

Borussia:Thienel (70. Müller) – Kahlmann (76. Schlösser), Wentzel (50. Santana Soares), Kiefer, Rubaszewski, Zuhs (62. Skraback), Christiansen, Friebe Niehues, Paulsen, Pfalz

Tore: 0:1 Niehues (10.), 0:2 Paulsen (12.), 0:3 Paulsen (15.), 0:4 Niehues (20.), 0:5 Paulsen (27.), 0:6 Pfalz (50.), 0:7 Niehues (52.), 0:8 Rubaszewski (55.), 0:9 Paulsen (59.), 0:10 Rubaszewski (72.), 0:11 Kiefer (74.), 0:12 Pfalz (76.), 0:13 Pfalz (81.)

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