Bittere Niederlage nach großem Kampf
Sonntag, den 07. Juli 2019
velbert 720-2Glückwunsch an den SC Velbert und viel Erfolg in der Niederrheinliga

adlerosterfeldscvelbert
SV Adler Osterfeld - SC Velbert  0:1 (0:0)
07.07.2019 - 16:00
A-Junioren Qualifikation zur Niederrheinliga – Entscheidungsspiel

Adlers A-Jugend verpasst den Sprung in die Niederrheinliga.

Es war so knapp wie es nur sein konnte. In einem sehenswerten Entscheidungsspiel dauerte es bis zur 88. Minute, bis das erste und einzige Tor des Tages fiel. Beim glücklichen, aufgrund der größeren Chancen aber letztlich auch verdienten Siegtreffer stand der Torschütze klar im Abseits – aber so ist Fußball.

Die zahlreichen Zuschauer auf der Platzanlage der SG Unterrath sahen ein unterhaltsames Spiel, in dem Mo Hasan früh die Führung für den SV Adler auf dem Fuß hatte. Velbert war in der Folgezeit die spielbestimmende Mannschaft und hatte zwei Großchancen: erst einen Lattentreffer und dann einen Strafstoß, den Joel Frenzel stark abwehren konnte. Auf der Gegenseite versuchte der SV Adler immer mal wieder, Nadelstiche zu setzen. Orhan Uytas und Marvin Stanczyk scheiterten aber jeweils knapp aus der Distanz.

Im zweiten Durchgang bot sich weitgehend dasselbe Bild: Velbert dieses Mal mit einem Pfostenschuss und weiteren guten Gelegenheiten, der SV Adler aber durchaus auch mit gefährlichen Annäherungen ans Tor. Oft fehlte allerdings die allerletzte Konsequenz und auch die Kaltschnäuzigkeit, um gegen die keineswegs immer überragende Velberter Defensive zu treffen. Fünf Minuten vor Schluss verhängte der Unparteiische eine berechtige Zeitstrafe gegen den SV Adler, und diese kurze numerische Unterlegenheit überstand der SV Adler leider nicht. Aus klarer Abseitsposition traf Gian-Luca Bühring zum 0-1, und dieses Tor entschied das Spiel.

So bitter es war: Velbert war die minimal bessere zweier guter Mannschaften. Unsere Gratulationen gehen an den SC Velbert und wir wünschen der Mannschaft viel Erfolg in der Niederrheinliga.

Stimmen:

Tobias Hauner (Trainer): Es war das erwartet schwere Spiel gegen eine gute kompakte Velberter Mannschaft. Der Zeitpunkt des Gegentores ist natürlich ungünstig und tut besonders weh. Aber so ist das in einem Finale! Ich muss aber sagen das ich und das komplette Trainerteam, bzw. der gesamte Verein sehr stolz darüber ist, was die Jungs seit Jahren geleistet haben. Ich habe es mir für die Jungs so sehr gewünscht, dass sie die Saison mit dem Aufstieg krönen. Aber am Ende sollte es nicht sein. Ich gratuliere Velbert zum Aufstieg und wünsche Ihnen für die neue Saison viel Glück. Ich hoffe das so viele Spieler wie möglich dem SV Adler erhalten bleiben und wir gemeinsam das letzte A-Jugend Jahr bestreiten können.

Patrick Wojwod (Trainer – Aus dem Urlaub): Ich bin sehr traurig und hätte mir für den Verein und für die Jungs nichts sehnlicher Gewünscht als den verdienten Aufstieg. Doch es hat nicht sein sollen. Ich persönlich möchte mich für eine geile Zeit auf Adler bedanken! Meine Jungs werden ihren Weg gehen, dass weiß ich. Aber auch dem Verein wünsche ich nur das Beste. Ganz besonders möchte ich mich bei meinem Trainerteam bedanken, die mir geholfen haben, diese Saison erleben zu dürfen. Die Menschen die mir ans Herz gewachsen sind, wie der Udo Hauner, Cally Theisen, Dieter Arnsmann und natürlich der rasende Reporter Marcus van der Linden, wünsche ich weiterhin Alles Gute. Bleibt wie ihr seid, euch kann man guten Gewissens gute Freunde nennen.

Manuel Werner (1.Vorsitzender): Die Enttäuschung ist natürlich riesen Groß, weil es für den Verein nach Außen hin ein super Zeichen gewesen wäre. Für die Jungs tut es mir besonders leid, die heute nochmal Alles in die Waagschale geworfen haben und bis zur letzten Sekunde gekämpft haben. Und wenn man dann so ein Entscheidungsspiel in der 88. Minute verliert, ist das natürlich noch 50-mal bitterer. Ich kann da sehr gut mitfühlen, wie das ist, nicht aufzusteigen. Als ich damals in der A-Jugend um den Niederrheinliga-Aufstieg gespielt habe, haben wir auch im letzten Entscheiden Spiel zuhause mit 0:1 verloren. Da war auch 10 Minuten vor Schluss das Gegentor. Deshalb weiß ich wie die Jungs sich fühlen. Wir können als Verein nur hoffen, dass der Großteil der Mannschaft so zusammenbleibt. Ein paar Abgänge stehen ja schon fest, aber wir hoffen halt, dass der Rest uns erhalten bleibt. Bei einigen sehe ich auch das Potential die erste Mannschaft zu verstärken, deshalb ist es auch unser Ziel die Jungs zu halten.

Carsten Kemnitz (Sportlicher Leiter): Das ist natürlich sehr traurig. Nichts desto trotz haben die Jungs eine riesen Saison gespielt. In der Qualifikationsphase gehört am Ende auch ein Quäntchen Glück dazu. Das haben wir dann am Ende des Tages wie in diesem Spiel nicht gehabt. Jetzt müssen wir hoffen, dass die Jungs bleiben und wir einen neuen Angriff in der kommenden Saison nehmen können.

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