Hauner und Goldberg übernehmen A-Jugend
Dienstag, den 12. Februar 2019
tobi-joel 720Tobias Hauner und Joel Goldberg übernehmen in der kommenden Saison die A-Jugend

 
Vor einigen Wochen wurde bekannt das Patrick Wojwod, aktuell Trainer von Adler's A-Jugend, zur kommenden Saison die Nachfolge von Mevlüt Ata beim VfB Bottrop antritt. Für den SV Adler ein schmerzlicher Verlust, leistet Wojwod doch seit vielen Jahren eine äußerst erfolgreiche Jugendarbeit an der Siepenstraße.

Die Bezirksligamannschaft vom VfB zu trainieren, für Wojwod natürlich eine tolle Gelegenheit, im Seniorenbereich wieder Fuß zu fassen. Dafür bringt der SV Adler vollstes Verständnis auf. Doch auch wenn die aktuelle Saison noch im vollem Gange ist, müssen die Planungen für die Zukunft natürlich geschmiedet werden. Und da hat der SV Adler mit Tobias Hauner und Joel Goldberg bereits eine Nachfolge gefunden. Wir haben beide zum Gespräch gebeten um uns Rede und Antwort zu stehen.


Hallo Tobias, hallo Joel. Der Patrick leistet hier seit Jahren eine hervorragende Arbeit. Wie groß wird die Lücke sein, die er hinterlässt und inwieweit könnt ihr diese schließen?

Tobias: Zuerst einmal müssen wir uns beim Patrick bedanken, für die jahrelange Arbeit die er in diesem Verein geleistet hat. Er hat es kontinuierlich geschafft, Jahr für Jahr immer wieder eine bessere Mannschaft auf dem Platz zu bringen. Da muss man ihm schon mal allergrößten Respekt zollen. Es wird natürlich schwierig sein, diese Lücke 1:1 zu schließen, dass ist uns bewusst. Aber wir sind der Meinung, dass die Entscheidung die wir getroffen haben, für den Verein und für die Jungs die optimalste Lösung ist. Wir wollen einfach versuchen an die Leistung und das Potential was die Jungs haben, anzuknüpfen und die Jungs so gut wie möglich darauf vorbereiten in das Seniorengeschenen einzugreifen.


tobi 280Tobias Hauner

Er hat es kontinuierlich geschafft, Jahr für Jahr immer wieder eine bessere Mannschaft auf dem Platz zu bringen. Da muss man ihm schon mal allergrößten Respekt zollen.





Ihr seid beides noch aktive Spieler, spielt mit dem SV Adler im oberen Drittel der Bezirksliga mit. Also da, wo die Jungs vielleicht mal hinmöchten. Kann das zum Vorteil im Umgang mit den Jungs sein?

Joel: Natürlich kann das zum Vorteil sein. Die jungen Spieler wollen natürlich immer so hochspielen wie es nur geht. Da ist der Ansporn sehr groß, wenn man in der Bezirksliga oben mitspielt. Ich als junger Spieler, der vor kurzem selber mal den Sprung geschafft hat, da kann ich den Jungs vielleicht zeigen, inwiefern man sich einbringen muss.

Tobias: Es kann ganz klar zum Vorteil sein, weil die Bindung zwischen A-Jugend und erster Mannschaft so gering wie möglich ist. Zum einen sind wir noch relativ Jung. Das heißt, wir befinden uns auch in einem Alter, nicht weit mit den A-Jugendlichen auseinander. Wir können grob einschätzen wie diese ticken. Zum andern ist es auch so, dass wir schon dabei sind, einige Jungs einzubringen. Viele der Seniorenspieler kennen bereits die Spieler in der A-Jugend, sowie die A-Jugendspieler auch die Spieler der ersten Mannschaft kennen. Von daher ist das eigentlich schon ein sehr sehr großer Vorteil für uns, dass wir da auf einer sehr engen Basis zusammenarbeiten und auch von der Einstellung und vom Charakter her schon ziemlich eng beieinander sind. Wir haben derzeit bereits drei Jungs zum Senior erklärt und können zukünftig vielleicht zeitnah noch mehr Jungs zum Kreise der ersten Mannschaft zählen.


Welche Ziele verfolgt ihr mit der A-Jugend in der kommenden Saison?

Tobias: In erster Linie wollen wir natürlich versuchen eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen. Die Jungs kennen sich jetzt schon viele Jahre und wir wollen, dass die in ihrem letzten A-Jugend Jahr nochmal alle gemeinsam für den SV Adler an den Start gehen. Und wenn dass der Fall sein sollte, werden wir mit Sicherheit eine gute Truppe haben und wollen dann natürlich auch um die Meisterschaft mitspielen. Wenn wir den Kader annährend halten können, sind wir da ganz guter Dinge.


Der Wojwod hat gesagt, nicht beim SV Adler um Spieler werben zu wollen. Wie schätzt ihr die Situation ein? Wird er sich daranhalten?

Tobias: In erster Linie vertrau ich da den Worten, die er getätigt hat. In zweiter Hinsicht ist es natürlich so, dass der Paddy die Jungs schon viele Jahre kennt und schon vieles mit ihnen erlebt hat. Mit Sicherheit werden da Gespräche stattfinden, ob die sich nicht auch vorstellen können für den VfB Bottrop zu spielen. Mit der Hinsicht, dass er dann weiterhin ihr Trainer wäre. Was ich auch vollkommen legitim finde, das ist normal. Ich glaube aber nicht, dass es da explizit um Spieler abwerben geht. Man muss da einfach sehen wie weit sich die Jungs Gedanken machen, sich von Aussagen anderer beeinflussen lassen oder schon so reif sind, sich selber ein Bild zu machen über die Situation und ihrer perspektive die sie dann später mal im Senioren-Bereich haben. Aber wir haben auch da vor kurzem noch ein Gespräch geführt der Patrick und ich. Wir wollen da ganz offen und ehrlich miteinander umgehen und diese Saison ohne irgendwelche Streitereien oder Hintenrumerzählereien beenden. Wir wollen dann irgendwann im Sommer im Friedlichen auseinandergehen und ich denke schon das, dass auch der Fall sein wird. Am Ende der Saison wird man sehen welche Spieler den Verein verlassen und dem Patrick folgen oder, dass wäre für uns die schönste Variante, wie viele dann bei uns bleiben.


In der 1.Mannschaft seid ihr ja eher für die Offensivarbeit zuständig. Wie wird denn mal eure Spielidee aussehen.

Joel: In der ersten Mannschaft sind wir eher offensiv, ja das stimmt. Trotz alldem können wir die A-Jugend nicht nur offensiv aufstellen. Auch die Defensivarbeit gehört dazu. Wie wir auch in der ersten Mannschaft lernen müssen ist Rückwärtsarbeit und Defensivarbeit sehr wichtig für die Mannschaft. Wenn du hinten wenig Tore kassierst gewinnst du die Spiele meistens. Das heißt, wir müssen die Mannschaft auch defensiv sehr gut aufstellen können. Wobei wir das Augenmerk viel auf die Offensive legen werden. Wir lieben guten und schnellen Fußball nach vorne. Doppelpässe, Hinterlaufen, alles was dazugehört. Solchen Fußball lieben wir und solchen Fußball wollen der Tobi und ich dann auch spielen lassen. Offensiver Fußball ist auch immer attraktiver anzusehen.

joel 280Joel Goldberg

Wir lieben guten und schnellen Fußball nach vorne. Doppelpässe, Hinterlaufen, alles was dazugehört. Solchen Fußball lieben wir und solchen Fußball wollen der Tobi und ich dann auch spielen lassen.



Tobi, du bist ja schon länger an der Seitenlinie unterwegs. Die Frage kommt zwar etwas früh, aber ist es das, was du nach dem aktiven Fußballspielen auf jeden Fall beibehalten möchtest?

Tobias: Mittlerweile bin ich an der Linie aktiv seit etwa sieben oder acht Jahren. Ich habe damals die D-Jugend des SV Adler in der Rückrunde übernommen. Das war mehr oder weniger aus der Not heraus geboren, weil der Trainer uns verlassen hat und wir nicht die Möglichkeit hatten, jemand externes einzustellen. Das macht eigentlich Jahr für Jahr immer mehr Spaß. Natürlich ist es auch vom Vorteil, dass wir immer eine Truppe hatten, die meist erfolgreich war. Dann macht das natürlich umso mehr Spaß, wenn die Jungs ein gewisses Potential mitbringen. In den letzten 1-2 Jahren bin ich so ein bisschen mehr als Co-Trainer für dem Paddy tätig. Was aber auch absolut in Ordnung ist und mir genauso tierischen Spaß macht. Aber ich kann mir natürlich durchaus vorstellen irgendwann mal nach meiner aktiven Laufbahn, den Trainerjob irgendwo, bei irgendeiner Mannschaft zu übernehmen. Vorausgesetzt ist natürlich, dass man sich dort auch weiterbildet, dass man Lizenzen hat. Aber ich denke, das alles mit der Zeit zu regeln ist.

Und Joel, wie sehen deine bisherigen Erfahrungen aus?

Joel: Ich persönlich habe jetzt als Trainer gar keine Erfahrungen. Mein Vater ist jahrelang Trainer gewesen, konnte da vieles aufschnappen. Wenn man selber spielt und verschiedene Trainer hatte, nimmt man von jedem ja auch etwas mit, wir er die Mannschaften handhabt und die Mannschaft voranführt. Da hoffe ich, dass ich nächste Saison als Co-Trainer vom Tobi auch meine Erfahrung sammeln kann. Ich freue mich riesig auf die Aufgabe, den Jungs was beibringen zu können und so voranzubringen, das wir eine gute Saison spielen.


Tobi, du gehörst ja jetzt schon zum Trainerteam der A-Jugend. Mit 8 Siegen und einem Unentschieden seid ihr souverän in die Kreisliga A eingezogen. Was ist in dieser Saison noch alles drin?


Tobias: Wenn man die Mannschaft betrachtet und sieht was für ein Potential in ihr steckt, muss natürlich ganz klar die Rede davon sein, die Meisterschaft zu holen. Das ist eigentlich Ziel Nummer 1. Die Mannschaft besteht fast komplett aus einem jungen Jahrgang, die das riesen Potential oder die riesen Möglichkeit hat, die Relegation zur Niederrheinliga zu spielen. Und wenn man da mal ein wenig Glück mit der Auslosung hat, ist es möglich mit dieser Mannschaft endlich mal wieder ein Team des SV Adler in der Niederrheinliga zu haben. Ich glaube das war zuletzt gefühlte 12-15 Jahre her. Das wäre einfach mal ein Verdienst der Jungs und es würde mich persönlich für Truppe freuen, weil sie da seit Jahren dran arbeiten und immer wieder davon träumen, komplett mit dieser Mannschaft in der Niederrheinliga zu spielen. Das Potential ist da, ich hoffe das es uns gelingt gut in die Saison zu starten und das wir verletzungsfrei dadurch gehen.

Danke für das Gespräch und viel Erfolg bei euren zukünftigen Aufgaben.