Kein Glück und noch viel mehr Pech
Montag, den 28. März 2016

spvggfriedrichsfeldadlerosterfeld
SV 08/29 Friedrichsfeld - SV Adler Osterfeld  2:0 (1:0)
28.03.2016 - 15:00
Bezirksliga Niederrhein Gr.6 – 24.Spieltag 2015/2016

Adler verliert in Friedrichsfeld mit 0-2

Die Marschroute war klar: Mit allem was zur Verfügung stand irgendwie einen Punkt aus Friedrichsfeld mitnehmen. Mit ein wenig mehr Glück in der einen oder anderen Situation wären sogar drei Zähler drin gewesen, am Ende wurde daraus aber eine unglückliche 0:2-Niederlage.

Es war ein zäher Beginn auf dem holprigen Rasenplatz in Friedrichsfeld. In den ersten zehn Minuten passierte nahezu nichts. Danach entwickelte sich zunehmend ein rassiges Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. In der 13. Minute verstolperte Ferit Cifdalöz im tiefen Boden einen Ball und verletzte sich zudem noch. Hamit Boukdir konnte in dieser Situation im letzten Moment zur Ecke klären.

Cifdalöz musste im ohnehin schon arg dezimierten Kader früh ausgewechselt werden, für ihn kam mit Mohamed Bahadi der zweite von insgesamt vier Spielern aus der zweiten Mannschaft zum Einsatz. Die folgende Ecke wurde ebenfalls brandgefährlich, Blaz Vukancic auf Seiten der Gastgeber verpasste glücklicherweise die Führung. Für Adler kam Celal Karabudak erstmals gefährlich vor das Tor der Grün-Gelben, sein Schuss wird allerdings geblockt (23.), wenige Minuten später hat Emrah Durdu aus knapp fünf Metern Gelegenheit einzunetzen, zielt aber genau auf den Torwart. Die beste Möglichkeit im ersten Abschnitt blieb allerdings dem Gastgeber vorbehalten. Auch hier verpasste Blaz Vukancic nur äußerst knapp (39.).

Trotz der vielen Ausfälle spielte der SV Adler gefällig und setzte dem Gastgeber Anfang der zweiten Hälfte mächtig zu. Nur einen Schritt zu spät kam Celal Karabudak vor dem herauseilenden Keeper der Friedrichsfelder, der den Ball ins Mittelfeld abwehren konnte, aber weit vor seinem Kasten stand. Aus knapp 30 Metern versuchte Marvin Görlich nochmal sein Glück, der zurückeilende Keeper konnte aber noch soeben zur Ecke klären. Adler stürmte weiter, lief aber mehrfach ins vermeintliche Abseits. Bei einem der Entlastungsangriffe der Gastgeber rettete das Gebälk für Kevin Strauch.

Ein Tor lag also in der Luft: Nach einer Stunde hatten Hauner und Görlich gleich eine Doppelchance und spätestens nach einer Hereingabe von Bahadi passgenau auf den Kopf von Emrah Durdu hätte es im Kasten klingeln müssen! Sein Kopfball aus knapp fünf Metern strich aber rechts am Tor vorbei. „Das stand 0-0, wenn der das Dingen macht, wird Friedrichsfeld wahrscheinlich richtig nervös. Das war eine 100-Prozentige“ so Trainer Udo Hauner.

svf-sva2Strittig: Tobias Hauner wird zweimal im Strafraum zu Fall gebrachtOhne die alten Fußballerweisheiten auszukramen, es klingelte wenig später im falschen Tor. In der 70. Minute gelang Serdal Temin die äußerst glückliche Führung für Friedrichsfeld. Die Antwort wäre fast postwendend gekommen, doch Tobias Hauner wird einschussbereit im Strafraum von Oguzhan Derebasi von den Beinen geholt, ohne jedoch den fälligen Strafstoß zu bekommen. Auch wenige Minuten später blieb die Pfeife bei einer ähnlichen Situation stumm. Zumindest höchst frag- und diskussionswürdige Entscheidungen des Unparteiischen. Udo Hauner dazu: „Eine spielentscheide Situation, das Spiel geht sonst 1-1 aus“.

Erst als der SV Adler alles nach vorne warf und selbst Torhüter Kevin Strauch mit vor dem gegnerischen Gehäuse auftauchte gelang dem Gastgeber in der Nachspielzeit die endgültige Entscheidung.

Udo Hauner: „Wir dürfen das Spiel nicht verlieren, das ärgert mich auch ungemein. Gravierend waren die Chancen die wir vorher hatten. Du musst auch deine Chancen nutzen. Trotzdem bin ich sehr zufrieden, die haben gekämpft wie die Bullen“.

Am nächsten Sonntag kommt es zum nächsten Topspiel gegen Sterkrade 06/07. Die Mannschaft vom Dicken Stein kommt als Viertplatzierter mit nur einem Punkt Rückstand auf Platz zwei und drei ins Waldstadion. Anstoß ist um 15:00 Uhr.

Tore: 1:0 Serdal Temin (70.), 2:0 Thomas Giesen (90. +2)

Es spielten: Strauch – Pach, Karabudak, Hauner, Görlich, Cifdalöz (14. Bahadi – 80. Demirci), H.Boukdir, Duran (72. Basoglu), Saglam, Durdu, Demircan

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