In Sterkrade war Kirmes. In Osterfeld auch.
Sonntag, den 02. Juni 2013
adlerscfrintrop
SV Adler Osterfeld – SC Frintrop  7:7 (1:1)

Bezirksliga Niederrhein Gr.4 – 33.Spieltag 2012/2013

scf1Mehmet Gül traf zum 7:6!SV Adler und SC Frintrop bieten ein unterhaltsames Spiel ohne jede taktische Ordnung.

Sommeranfang, Sonnenschein und zwei Mannschaften, für die nach oben und nach unten nichts mehr möglich war: Das war die Ausgangslage für eine äußerst unterhaltsames Fußballspiel im Waldstadion. Nachdem sich diese beiden Mannschaften vor nicht allzu langer Zeit im nachgeholten Hinspiel ein hart umkämpftes 0-0 geliefert hatten, fielen dieses Mal all die Tore, die auch schon in Frintrop hätten fallen können. Einen Verlierer hätte das Offensivspektakel nicht verdient gehabt, und so war das 7-7 ein gerechtes Ergebnis.

In der ersten Hälfte deutete noch nichts auf ein außergewöhnliches Spiel hin, die Anfangsphase war eine Phase der verpassten Chancen. Den Anfang machte der ansonsten treffsichere Tobias Hauner, der aus fünf Metern das leere Tor nicht traf. Auf der Gegenseite verhinderte René Staron mehrmals einen Rückstand. Überhaupt Staron: Wann kann man schon mal ein Lob für einen Torwart aussprechen, der sieben Gegentore kassiert? Dasselbe traf auch auf Frintrops Marcel Ertmer zu, der ebenfalls hielt, was zu halten war. Es dauerte eine halbe Stunde, ehe Tobias Hauner den ersten Treffer des Tages erzielen konnte. Sträflich freigelassen konnte er sich die Ecke aussuchen, er wählte unten links, es stand 1-0 für den SV Adler (30. Minute). In Folge ließ der SV Adler eine gute Chance nach der anderen liegen und wurde dafür mit dem Pausenpfiff bestraft. Nach einer schönen Kombination vollendete René Schönwald zum 1-1 (45. Minute)

Okan DemiranOkan Demircan mit seinem ersten SaisontrefferWas dann folgte war eine zweite Hälfte, die selbst dem durchaus an torreiche Partien gewöhnten Osterfelder Publikum so noch nie geboten worden war. Auf eine detaillierte Schilderung der Tore muss hier aus Platzgründen verzichtet werden... Frintrop kam entschlossener aus der Kabine und zog binnen weniger Minuten auf 1-3 davon, ehe der erneut starke Okan Demircan den Anschlusstreffer erzielen konnte – da hatte Tobias Hauner viel Übersicht bewiesen. Frintrop baute seine Führung auf 2-4 aus, ehe dann in drei wilden Minuten zweimal Tobias Hauner und einmal Sebastian Czajkowski den SV Adler mit 5-4 in Führung brachten. Sebastian Czajkowski, der wie Robert Trimborn zu Arminia Klosterhardt wechselt, verabschiedete sich somit mit einem Tor vom Osterfelder Waldstadion. Die nächsten Minuten gingen dann wieder an den Gast von der Stadtgrenze: 5-5 und 5-6, jeweils ohne nennenswerte Gegenwehr der Osterfelder Defensive. Die nächste Wendung nahm das Spiel dann, als Timo Pach nach einem Freistoß abstaubte und das 6-6 erzielte, ehe Mehmet Gül mit einem sehenswerten Schuss aus der Drehung kurz vor Schluss zum 7-6 traf. „Das geht hier 7-7 aus“: Diesen Zwischenruf, der schon Mitte der zweiten Hälfte von den Rängen zu vernehmen war, hatten sich beide Mannschaften wohl gut gemerkt, denn schon eine Minute später war der Endstand perfekt.

So endete das letzte Heimspiel des SV Adler dieser Saison mit einem wirklich kuriosen Endergebnis. Taktikliebhaber dürften sich die Haare gerauft haben, alle anderen hatten jede Menge Spaß am übrigens jederzeit sehr fairen Spiel. Eine ganz andere Sache wird das letzte Saisonspiel am kommenden Sonntag bei der SpVgg. Sterkrade-Nord. Nord hat noch, einen Ausrutscher des SC 20 bei Union Frintrop vorausgesetzt, die Chance auf den Aufstieg in die Landesliga. Auch wenn dieser Ausrutscher unwahrscheinlich sein dürfte, so erlebt der SV Adler doch am letzten Spieltag noch ein wenig Aufstiegskampf mit. Und vielleicht gelingt es ja, allen personellen Problemen zum Trotz, den Tabellenzweiten ein wenig zu ärgern. Anstoß ist um 15 Uhr an der Lütticher Straße.

Tore: 1:0 Tobias Hauner (30.), 1:1 Rene Schönewald (45.), 1:2 Tacettin Senyüz (47.), 1:3 Rene Schönewald (49.), 2:3 Okan Demircan (52.), 2:4 Tacettin Senyüz (54.), 3:4 Tobias Hauner (67.), 4:4 Tobias Hauner (67.), 5:4 Sebastian Czajkowski (69.), 5:5 Rene Schönewald (70.), 5:6 Arlid Amagjekaj (75.), 6:6 Timo Pach (77.), 7:6 Mehmet Gül (87.), 7:7 Pascal van Buer (88.)

Aufstellung: Staron - Pach, Karabudak, Hauner, Werner, Cibis, Trimborn, Gül, Urbschat (57. Czajkowski), Eckl, Demircan

Bilder vom Spiel