Erst verpfiffen, dann die Ordnung verloren
Sonntag, den 28. April 2013
adlerfrintropadler
DJK Adler Frintrop – SV Adler Osterfeld  6:1 (2:1)

Bezirksliga Niederrhein Gr.4 – 27.Spieltag 2012/2013

Adler kassiert beim 1-6 in Frintrop vier Tore in einer Viertelstunde.

Unter keinem guten Stern stand gestern der zweite Auswärtsauftritt des SV Adler am Frintroper Wasserturm: Gab es zum Rückrundenstart beim Union Frintrop noch einen klaren Sieg, so lief es gestern bei Adler Frintrop genau andersherum: Mit 1-6 unterlag unsere Mannschaft, nach einer ausgesprochen unglücklichen Schiedsrichterleistung. Vor allem die Abseitsentscheidungen des Unparteiischen sorgten für Kopfschütteln.

Die Anfangsphase gehörte klar den Hausherren. Das 1-0 für Frintrop durch Sascha Katzke in der 19. Minute war bereits zu diesem frühen Zeitpunkt überfällig, Osterfeld war – bis auf den wiederum starken Matthias Eckl - noch gar nicht im Spiel und sah sich spielstarken und aggressiven Frintropern gegenüber. Dementsprechend „aus dem Nichts” kurz darauf der Ausgleich: Mehmet Gül auf Tobias Hauner, und der schiebt den Ball abgeklärt am Frintroper Torwart vorbei (1-1, 23. Minute). Vor allem Gül war in der Folge immer wieder auffällig, erst kurz nach dem Ausgleich mit einem Distanzschuss knapp übers Tor, dann mit einer schönen Einzelaktion, bei der er den Torwart ausspielte, sich dann mit dem Abschluss zu lange Zeit ließ, aber noch den heranstürmenden Okan Demircan bediente, der knapp verzog. Der SV Adler war nach einer gespielten halben Stunde im Spiel angekommen und es entwickelte sich ein ansprechendes Spiel, das zweier Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel würdig war. Diesem Spiel nicht würdig war die Entstehung des 2-1 für Frintop in der 42. Minute: Torschütze Thimo Sous stand meterweit im Abseits, wurde aber trotzdem nicht zurückgepfiffen. So ging es mit einem Rückstand in die Pause.

Nach der Pause ging dann so ziemlich für die Osterfelder alles schief, was schiefgehen kann. Als erneut ein Frintroper klar im Abseits stehend vor Eckl auftauchte, rutschte Timo Pach wohl eine „konstruktive Anmerkung” zur Schiedsrichterleistung raus. Dieser zeigte sich wenig beeindruckt und schickte ihn mit Gelb-Rot vom Platz. Nur noch zu zehnt, sichtlich entnervt und ohne den für den Defensivverbund immens wichtigen Pach ergab sich der SV Adler danach mehr oder minder seinem Schicksal. Vier Gegentore in gerade mal einer knappen Viertelstunde besiegelten eine Niederlage an einem Tag, den man am besten schnell vergessen sollte. Einer der wenigen Lichtblicke war der Einsatz von André Badur, der nach seiner erneuten Verletzungspause 90 Minuten durchspielte.

Die Chance auf einen netteren Fußballnachmittag haben die Fans des SV Adler am kommenden Sonntag im Waldstadion, wenn Schlusslicht Safakspor zu Gast ist. Die Mannschaft von Urgestein Carsten Kemnitz steht zwar noch nicht rechnerisch, aber längst gefühlt als Absteiger fest, wehrt sich aber gegen die meist übermächtigen Gegner nach Kräften. Es wird also kein Selbstläufer, dennoch stehen die Chancen auf drei Punkte gut.

Tore:
1:0 Sascha Katzke (19.), 1:1 Tobias Hauner (23.), 2:1 Thimo Sous (43.), 3:1Sascha Katzke (58.), 4:1 Robert Pijowczyk (59.), 5:1 Dennis Peter (63.), 6:1 Björn Schraven (68.)

Aufstellung: Eckl - Pach, Kandziora, Karabudak, Hauner (57. Gülec), Werner, Cibis, Trimborn (59. Urbschat), Gül, Demircan, Badur

Karten: Timo Pach / SV Adler (56. Gelb/Rot - Reklamieren)