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Sonntag, den 06. Mai 2012
adlersvsudberg
SV Adler Osterfeld – SSV Sudberg  2:5 (1:2)

Landesliga Niederrhein Gr.1 – 26.Spieltag 2011/2012

Die Zuschauer im Waldstadion mussten gestern lange warten, um letztenendes doch noch etwas Positives mit nach Hause zu nehmen: Als nach Spielende die Ergebnisse von den anderen Plätzen verkündet wurden, da sorgte die Niederlage der Sportfreunde Niederwenigern für ein wenig Erleichterung. Der Abstand auf den kritischen 13. Platz beträgt weiterhin 6 Punkte.

Trotzdem: Der SV Adler befindet sich mitten im Abstiegskampf. Und warum das so ist, das zeigte sich gestern in etlichen Szenen des nicht hochklassigen, aber unterhaltsamen Landesliga-Spiels gegen den „Angstgegner" aus Sudberg. Mit dem ersten Angriff gelang den Gästen bereits die Führung (4.), die Osterfelder Abwehr wurde, wie so oft in dieser Spielzeit, mit einem einzigen Pass ausgehebelt. In der Folge war aber das Bemühen zu erkennen, sich in dieses Spiel zu kämpfen. Belohnt wurde die durchaus engagierte Leistung mit dem schön herausgespielten Ausgleich durch Tobias Hauner (28.).

Bezeichnend für die Probleme des SV Adler dann aber die 38. Minute. Ein Distanzschuss der Sudberger sprang vom linken zum rechten Pfosten, doch anstatt die Situation beherzt zu klären, ließ man einen Sudberger an den Ball kommen. Dessen Hereingabe lenkte Bülent Demirci unglücklich ins eigene Tor - eine bezeichnende Szene, und letztenendes die entscheidende im gestrigen Spiel.

Zwar kam der SV Adler mit etwas Schwung aus der Kabine, aber während man sich vorne jede Torchance hart erarbeiten musste, machte man es hinten dem Gegner viel zu leicht, selbst zum Torerfolg zu kommen. Und sich selbst machte man es noch schwerer: Gelb-Rot gegen Dennis Terwiel wegen wiederholten Meckerns, unnötig und wenig mannschaftsdienlich. Allerdings zeigte der SV Adler ab dieser Szene endlich den Biss, den man im Tabellenkeller erwarten darf, mehrfach lag der Ausgleich in der Luft, mehrfach rettete der Sudberger Torwart seine Mannschaft.

Grenzwertig war dann in der 72. Minute der körperliche Einsatz eines Sudbergers an der Außenlinie, sein Pass war aber mustergültig und musste nur noch eingeschoben werden: 1-3. Dann sah ein Sudberger die rote Karte, und der SV Adler vergab direkt im Anschluss die große Chance, noch einmal zurückzukommen. Stattdessen erhöhte Sudberg auf 1-4, ehe Mehmet Gül das zweite Adler-Tor erzielen konnte. Den Schlusspunkt setzte dann in der Nachspielzeit wieder der Gast aus Sudberg.

Mit den erneuten 5 Gegentoren schraubt der SV Adler sein Gegentorkonto auf haarsträubende 83 – und hat den Klassenerhalt trotzdem noch in der eigenen Hand. Allerdings sollte es am kommenden Sonntag beim praktisch abgestiegenen TSV Safakspor schon ein Sieg sein, damit nicht noch das ganz große Zittern beginnt.

Tore: 0:1 Hakan Akyüz (5.), 1:1 Tobias Hauner (28.), 1:2 Eigentor (38.), 1:3 Gzim Rexhaj (72.), 1:4 Florim Zeciri (87.), 2:4 Mehmet Gül (88.), 2:5 Florim Zeciri (90.+3)

Aufstellung: Eckl – Kandziora, Dag, Hauner, Cibis (81. – Ben Romdhane), Trimborn, Gül, Terwiel, Demirci, Seggio (81. – Boukdir), Czajkowski (63. – Türkmen)

Karten: Dennis Terwiel (Gelb/Rot - 66. Wiederh. Reklamieren), Ömer Ulker (Rot - 75. Nachtreten)

Pressespiegel