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Pressespiegel zum Landesligaspiel SSVg 09/12 Heiligenhaus - SV Adler Osterfeld 16. Spieltag - 2011/2012
„Treibjagd auf meine Spieler" 11.12.2011 | 18:48 Uhr
Adler-Trainer Achim Mawick nach dem Abbruch in Heiligenhaus fassungslos: „So etwas noch nicht erlebt."
SSVg 09/12 Heiligenhaus -SV Adler Osterfeld abgebr.
Spielabbruch bei der Auswärts-Partie des SV Adler in Heiligenhaus! In der 87. Minute eskalierte die Situation nach einem brutalen Foul an Robert Trimborn. Das war aber nur die Spitze des Eisbergs.
Trainer Achim Mawick sprach von einer „Treibjagd auf meine Spieler". „Das hatte nichts mit Fußball zu tun." Mawick sah als Hauptschuldigen den Unparteiischen (stand ohnehin in dieser Partie unter Beobachtung), der die überharten Foulspiele der Gastgeber nicht unterband.
Der beließ es von Anfang an immer nur bei Ermahnungen gegen die wie von der Tarantel gestochenen Heiligenhaus-Spieler. „Der hätte viel eher konsequent durchgreifen und Karten zeigen müssen."
Die erste Karte zeigte er aber erst in der 87. Minute, als ein Spieler der Gastgeber Robert Trimborn brutal von den Beinen holte. „Da blieb ihm auch nichts mehr anderes übrig, als Rot zu zeigen." Der Heiligenhaus-Spieler verabschiedete sich mit einem Kopfstoß gegen Sevket Türk, der sich daraufhin entsprechend wehrte – ebenfalls Rot. Nun eskalierte die Situation, in der Karagöz und ein weiterer Heiligenhaus-Spieler Rot sahen. Daraufhin brach der Schiri ab. Adler führte bis zu diesem Zeitpunkt mit 1:0 durch einen Treffer von Dennis Terwiel (18.) und vergab in der Folge mehrere Chancen zu einem möglichen 2:0. Der Verband wird nun entscheiden.
Marc Guntermann
Quelle: DerWesten.de/ Oberhausen
Abbruch - Schlägerei überschattet Spiel zwischen Heiligenhaus und Osterfeld 12.12.2011 | 13:37 Uhr
Heiligenhaus. Das Landesliga-Spiel zwischen der SSVg Heiligenhaus und dem SV Adler Osterfeld ist nach Tumulten in der 87. Minute abgebrochen worden. Auswechselspieler der Oberhausener sollen dabei auf den Platz gestürmt sein. Mehrere Spieler schickte der Schiedsrichter vom Feld.
So hatte sich Bernd Wagner seine Rückkehr auf die Heiligenhauser Trainerbank sicherlich nicht vorgestellt. Er wollte mit einem Sieg ein Zeichen setzen und etwas beruhigter in die Winterpause gehen. Doch anstatt eines Lächelns hatte Wagner das blanke Entsetzen im Gesicht.
Es war eine Szene in der 87. Minute, die für die Gemütslage des 60-Jährigen gesorgt hatte. Seine Mannschaft lag gegen Abstiegskonkurrent Adler Osterfeld mit 0:1 hinten, als Deniz Göksu den Ball verfehlte und seine Aktion dadurch zu einem harten Foul mutierte. Rot war die logische und richtige Folge. Was allerdings danach passierte, war für einen Außenstehenden nicht nachzuvollziehen: „Einige Oberhausener Auswechselspieler stürmten auf den Platz, schlugen erst auf Deniz Göksu ein und wenig später auch auf Onur Dogru (der wenig später bei der angeforderten Polizei Anzeige erstattete, d. Red.). „Dann wurde die Situation unübersichtlich", befand Bernd Wagner.
„Der Schiedsrichter hat klar gesagt, dass er sich von Seiten der Gäste bedroht fühlte"
Zunächst versuchte der Unparteiische – nachdem er neben dem Heiligenhauser Boenisch zwei Adler-Spieler vom Platz gestellt hatte – das Spiel fortzusetzen, doch es blieb beim Versuch. „Er wurde daraufhin wohl von einigen Osterfeldern deutlich unter der Gürtellinie beleidigt und fühlte sich bedroht", erklärte Wagner, der sich jetzt natürlich fragt, wie die Spruchkammer mit dieser Partie verfährt. „Der Schiedsrichter hat klar gesagt, dass er sich von Seiten der Gäste bedroht fühlte. Aber wir müssen abwarten", so Wagner, der also auf drei Punkte unterm Weihnachtsbaum hofft.
Wie es allerdings nach den Festtagen im neuen Jahr weitergeht, ist noch unklar. Wagner hat jedenfalls in den 87 Minuten vor den Tumulten festgestellt, dass das Team enorm verunsichert, „aber zu gutem Fußball in der Lage ist. Jetzt müssen wir uns erstmal sortieren und gut überlegen, was wir vorhaben."
Thorsten Miloszewski
Quelle: DerWesten/ Heiligenhaus
Nachspiel nach Tumulten beim Spiel SSVg Heiligenhaus gegen Adler Osterfeld 12.12.2011 | 18:48 Uhr
Heiligenhaus. Tumulte an der Talburgstraße, ein Zuschauer ruft sogar die Polizei. Nach den Tumulten beim Spiel der SSVg Heiligenhaus gegen Adler Osterfeld entscheidet der Verbandsausschuss über die Wertung der Partie. Insgesamt verteilte der Schiedsrichter vier Rote Karten. In der 87. Minute brach der das Spiel ab.
Bernd Wagner ist entsetzt. Fassungslos ist der Trainer der SSVg Heiligenhaus darüber, was sich am Sonntag ab der 87. Minute des Landesligaspiels seiner SSVg Heiligenhaus gegen Adler Osterfeld ereignete.
Beide Teams stecken im Abstiegskampf, in der letzten Partie vor der Winterpause geht es um viel. Der Gast aus Osterfeld führt mit 1:0. Dann holt der Heiligenhauser Deniz Göksu den Osterfelder Robert Trimborn an der Außenlinie von den Beinen. Göksu sieht die Rote Karte. „Die kann man geben. Es war ein Foulspiel. Aber ich denke, es war eher ein dummes als ein böswilliges", sagt Wagner.
Der Osterfelder Trainer Achim Mawick sieht das anders, er spricht von überharten Foulspielen, von einer „Treibjagd" auf seine Spieler. Der Hauptschuldige ist schnell ausgemacht: Schiedsrichter Daniel Sebastian. „Der hätte viel eher konsequenter durchgreifen und Karten zeigen müssen", schimpft Mawick.
Nach dem Foul von Göksu eskaliert die Situation rund um den Kunstrasenplatz. Ein Osterfelder Spieler, der das Spiel von der Ersatzbank aus in ziviler Kleidung verfolgte, rennt aufs Feld und schlägt den Heiligenhauser Orhan Tekin nieder. Weitere Osterfelder Spieler folgen, auch Zuschauer des Gastes betreten den Kunstrasen.
"Der soll den Schiedsrichter wohl bedroht haben"
Tumulte an der Talburgstraße, ein Zuschauer ruft sogar die Polizei. „Es war danach sehr unübersichtlich auf dem Feld. Ich habe meine Spieler zu mir geholt, wollte sie schützen", berichtet Wagner am Montagnachmittag im Gespräch mit der WAZ und erklärt: „Der Schiedsrichter hat die Situation eigentlich ganz gut gelöst. Er hat die beteiligten Spieler einzeln zu sich geholt und hat die Aktionen dann entsprechend geahndet."
Neben einem Osterfelder Kicker sieht auch SSVg-Stürmer Adrian Boenisch noch die Rote Karte. Wofür, das weiß Wagner allerdings nicht. Insgesamt verteilt der Schiedsrichter vier Rote Karten.
Kurz darauf entscheidet der Unparteiische dann auf Spielabbruch. Wagner erklärt: „Er hat dann noch einen Osterfelder zu sich gerufen und dann hieß es auf einmal Abbruch. Der soll den Schiedsrichter wohl bedroht haben".
Der Heiligenhauser Trainer, der erstmals wieder an der Seitenlinie der SSVg 09/12 stand, ist empört: „Was uns da von Osterfelder Seite vorgeworfen wird, ist nicht zu akzeptieren. Treibjagd? Das ist lächerlich. Ich möchte klarstellen, dass das Spiel nicht wegen uns abgebrochen wurde. Es war kein Freundschaftsspiel, aber so weit darf es nicht kommen."
Manfred Neuland ist Staffelleiter der Landesliga Gruppe 1 des Fußballverbandes Niederrhein. Er erkundigte sich am Sonntagabend beim Unparteiischen nach den Vorfällen. „Der Schiedsrichter hat mir kurz geschildert, was passiert ist und war sehr aufgeregt. Ich habe ihm gesagt, er soll eine Nacht darüber schlafen und dann den Sonderbericht verfassen" erklärt Neuland.
Der Staffelleiter wird die Angelegenheit dann an die Verbandsspruchkammer abtreten, die über die Spielwertung entscheiden wird.
Bernd Wagner: „Egal, wie das Urteil ausfällt. Über Punkte kann ich mich nicht freuen. Der Fair-Play-Gedanke ist mit Füßen getreten worden. So ein Verhalten kenne ich nicht und werde es auch nicht dulden."
Christoph Winkel
Quelle: DerWesten.de - Heiligenhaus
Kopfstoß, vier Rote Karten, Polizeieinsatz
Einen Kopfstoß, Rangeleien, vier Rote Karten, Polizei und zwei völlig unterschiedliche Sichtweisen. Das alles gab es am Sonntag in der Landesliga Niederrhein 1.
Wenige Minuten vor Ende der Partie zwischen der SSVg Heiligenhaus und Adler Osterfeld (Spielstand 0:1) eskalierte die Situation nach einem brutalen Foulspiel der Gastgeber an Adler-Akteur Robert Trimborn. Schiedsrichter Daniel Sebastian brach das Spiel ab, eine Zuschauerin alarmierte die Polizei.
RS fragte bei den Beteiligten nach: Was war da los?
Bernd Wagner (Trainer SSVg Heiligenhaus):
Angefangen hat alles durch ein dummes Foul von uns. Der Schiedsrichter hat das Spiel unterbrochen und es gab Tumulte. Einige Oberhausener sind in Zivil auf den Platz gelaufen. Die haben meinen Spieler zusammengeschlagen. Sie haben ihm einfach so mitten ins Gesicht gehauen. Ich finde, der Schiedsrichter hat sehr besonnen reagiert, ist mit seinen Linienrichtern zum Mittelkreis gegangen und hat sich die Beteiligten geholt. Er hat dann vier Rote Karten verteilt und ist dann, so hat er es uns hinterher gesagt, von einem Osterfelder Spieler bedroht worden. Deswegen hat er das Spiel abgebrochen. Ich weiß nicht, welche Worte da gefallen sind, aber sie müssen in die unterste Schublade gehören. Dass wir das Foul begangen haben, das die Sache ausgelöst hat, heiße ich nicht gut. Wir brauchen auch nicht darüber zu diskutieren, dass das eine Rote Karte war. Aber ein Foul passiert im Fußball. Man kann nicht sagen, dass er ihn tottreten wollte. Er ist einfach eine Sekunde zu spät gekommen. Die Oberhausener sind dann auf den Platz gestürmt und haben einen unbeteiligten Spieler geschlagen.
Franz-Josef Grawe (Geschäftsführer Adler Osterfeld):
Der Schiedsrichter hat zu viele Sachen durchgehen lassen. Die Heiligenhäuser sind auf die Socken gegangen, wie man nur auf die Socken gehen kann. Immer auf die Knochen, von hinten in die Beine, ohne Rücksicht auf Verluste. Erst als einer unserem Spieler (Robert Trimborn, Anm. d. Red.) mit beiden Beinen voran von hinten in die Beine gesprungen ist, konnte der Schiedsrichter nicht mehr anders und hat ihm die Rote Karte gezeigt. Der Spieler hat dann Sevket Türk noch einen Kopfstoß verpasst. Er hat sich gewehrt und dafür auch Rot bekommen, was auch in Ordnung ist. Gleichzeitig hat sich an einer anderen Stelle ein Tumult gebildet und dann hat der Schiedsrichter abgebrochen. Warum, das wollte er uns nicht erklären. Er hat gesagt, dass er den Spielbericht erst zuhause schreiben wird. Eine Zuschauerin von Heiligenhaus hat dann noch die Polizei gerufen, weil unsere Jungs angeblich so böse waren. Die sind mit drei oder vier Streifenwagen angerückt, aber da war gar nichts mehr. Alle Spieler waren längst unter der Dusche. Einfach lächerlich, was da passiert ist. Ich nehme unsere Spieler nicht aus, aber Heiligenhaus ist nur auf die Knochen gegangen und der Schiedsrichter hatte das Spiel absolut nicht im Griff. Vielleicht war er nervös, weil er unter Beobachtung stand. Jetzt müssen wir abwarten, was die Spruchkammer entscheidet.
Stefan Schinken
Quelle: Reviersport.de
SSVg 09/12 Heiligenhaus - SV Adler Osterfeld
Tabellarisch gesehen scheint die Aufgabe des SV Adler beim Tabellenletzten in Heiligenhaus in die Kategorie „Pflichtsieg" einzuordnen zu sein.
Doch genau in solchen Begegnungen ließen die Rothebuscher die nötige Einstellung schon vermissen und erlebten eine Bruchlandung. Beispiel: Das 2:3 daheim gegen Aufsteiger TSV Safakspor oder auch das 0:9 bei Rot-Weiss Essen II, wobei die Essener im Mittelfeld jenseits von Gut und Böse schweben.
Adler wäre gut beraten, Heiligenhaus nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und dort mit einem Sieg nichts nach unten hin anbrennen zu lassen. „Wir müssen Heiligenhaus auf Distanz halten", sagt Übungsleiter Achim Mawick, der weiß: „Im Falle einer Niederlage erleben wir unruhige Weihnachten."
Die wünscht man sich an der Siepenstraße zweifelsfrei nicht. Daher geht Mawick die Partie morgen offensiv an und wird vermutlich dieselbe Elf wie beim 2:1 gegen Vogelheim ins Rennen schicken. Ali Karagöz nimmt nach seiner Verletzung erst einmal auf der Bank Platz. Fraglich ist Nabil Ben Romdhane.
Quelle: DerWesten.de
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