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Pressespiegel zum Landesligaspiel  SV Adler Osterfeld - TSV Safakspor
12. Spieltag - 2011/2012

DerWesten.de

Lebenszeichen von Safak

Safakspor gewinnt ein ganz schwaches Derby bei Adler verdient mit 3:2 – Hauner schwer verletzt

Dieses Auf und Ab versteht auch Achim Mawick nicht. Nach der furiosen Leistungssteigerung im Derby gegen Arminia Klosterhardt (5:2) und einer – trotz des 0:5 – ansprechenden Leistung in Sudberg verlor der SV Adler Osterfeld das Lokalduell gegen den Tabellenletzten TSV Safakspor aufgrund einer weitgehend indiskutablen Leistung und trotz einer 1:0-Führung mit 2:3 (2:3). Freude hingegen bei Safak, dass durch diesen Erfolg die rote Laterne an Heiligenhaus abgegeben hat.

Dass die Osterfelder für viele Tore bekannt sind, ist nichts neues – in den vergangenen Jahren zählte Adler zu den Teams, die die meisten Tore erzielt, aber auch die meisten bekommen haben. In der aktuellen Spielzeit scheinen sie nach zwölf Spieltagen dieses „Kunststück" wiederholen zu wollen.

Not gegen Elend

Selbst eine frühe 1:0-Führung, wie im Derby gegen Safak, brachte den Hausherren keine Sicherheit. Gino Seggio nutzte einen kapitalen Bock des Safak-Torwarts Ibrahim Atay, der einen Freistoß von Patrick Cibis genau vor die Füße des kleinen Osterfelder Wirbelwindes abklatschen ließ (14.). So schnell wie Adler in Führung ging, war der Vorsprung auch wieder dahin. Mit einem Doppelpack binnen zwei Minuten stellte der bärenstarke Yasin Meziroglu das Lokalduell auf den Kopf (17., 19.). Gerade beim 1:2 befand sich die Adler-Abwehr scheinbar bereits im Winterschlaf.

Besonders bitter für Adler: Beim Führungstreffer verletzte sich Tobias Hauner so schwer, dass er mit dem Krankenwagen abgeholt werden musste. Der Verdacht auf Schlüsselbeinbruch bestätigte sich. Hauner wurde noch gestern operiert und fällt für unbestimmte Zeit aus. Eine Hiobsbotschaft für Mawick.

Ekow Mensah brachte das Kunststück fertig und traf in Minute 27 das leere Tor nicht – aus gefühlten drei Metern. Eine typische Szene, die beweist, warum Safak da unten drin hängt. Besser machte es Bahadir Polat, der einen Heber gefühlvoll über René Staron hinweg zum 3:1 abschloss (31.).

Seggio verkürzte umgehend mit seinem zweiten Treffer auf 2:3 (33.). In der Pause waren sich Adler-Manager Frank Neuwirth und Safak-Klubchef Erkan Saracbasi einig: „Hier treffen die schlechtesten Abwehrreihen der Liga aufeinander." Beide haben nicht umsonst die meisten Gegentore der Liga zu verzeichnen.

Die Gäste verteidigten in Hälfte zwei ihren Vorsprung. Cibis hatte eine Riesen-Chance für Adler (57.), das war's. Shkelzen Imeri und Hamid Boukdir flogen noch vom Platz. Mawick wollte die Pleite nicht nur am Ausfall von Hauner festmachen: „In dieser Verfassung sind wir mit in der Tombola um den Abstieg."

Marc Guntermann

Quelle: DerWesten.de

Vorbericht

SV Adler Osterfeld - TSV Safakspor

„Angeschlagene Gegner sind gefährlich", kennt Achim Mawick die bekannte Fußball-Phrase. Diese trifft vor dem Derby zwischen Adler und dem TSV auf die Gäste zu, denn „Safak steht mit dem Rücken zur Wand", wie Mawick weiß. Und deswegen vermutet der Osterfelder Linienchef, dass „die Mannschaft mit dem größeren Siegeswillen gewinnen wird". „Wir müssen aggressiv und offensiv zu Werke gehen. Hinten ist Safak anfällig, wir allerdings auch", erkennt der Trainer. Mehmet Gül fehlt gesperrt, Manuel Werner und Gino Seggio sind angeschlagen.

Sonntag ist Opferfest und Erkan Saracbasi erinnert sich an eine Kreisliga-Saison: „Da haben wir unter Aslan Kilic 13 Siege in Folge eingefahren, beim Opferfest dann die erste Niederlage kassiert. Vielleicht ist das ja jetzt andersherum." 13 Niederlagen haben die Tackenberger noch nicht kassiert, aber der Negativtrend sollte langsam mal gestoppt werden. „Vielleicht gibt uns ja das Derby einen Motivationsschub", hofft Saracbasi, dass die Mannschaft endlich mal das abruft, was sie eigentlich kann. „Gerade vor dem Tor müssen wir konsequenter werden", fordert der Klubchef. Ercan Kiraz und Tolga Öztürk fehlen weiterhin.

Quelle: DerWesten.de