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Pressespiegel zum Landesligaspiel  SV Adler Osterfeld - DJK Arminia Klosterhardt
10. Spieltag - 2011/2012

DerWesten.de

5:2! Adler dreht Derby
Oberhausen, 23.10.2011, Marc Guntermann

Im Lokalduell bei Adler Osterfeld verspielt Arminia Klosterhardt leichtfertig eine 2:0-Führung

Die Gesichter der Arminia-Spieler sprachen Bände. Im Landesliga-Derby zwischen dem SV Adler Osterfeld und den Klosterhardtern lagen die Schützlinge von Achim Meyer bereits 2:0 zur Pause vorne, verspielten diese Führung aber aufgrund einer ganz schwachen zweiten Halbzeit noch – 5:2 hieß es am Ende für die Rothebuscher. Ein irres Derby! Während die Osterfelder ausgelassen jubelten, konnte man in den Augen der Arminen die pure Ratlosigkeit ablesen.

„Das ist reine Kopfsache", versuchte Achim Meyer Erklärungen zu finden für das, was sich in den 90 Minuten zuvor abspielte. Adler fand gut ins Spiel, brachte sich aber durch krasse Abwehrfehler ins Hintertreffen. Beim 0:1 hatte die Innenverteidigung Marcel Kositz zu viel Platz gelassen, der nach tollem Zuspiel von David Fojcik mit Hilfe des Innenpfostens die Führung erzielte (12.). Kurz vor der Pause leistete sich Tobias Hauner einen dicken Bock – Fojcik markierte das 0:2 (41.). Aber Hauner sollte in der Folge noch eine entscheidende Rolle spielen.

Plan ging auf

Denn jener Hauner wurde in der zweiten Hälfte von Achim Mawick in den Sturm beordert. Der Adler-Coach musste natürlich jetzt mehr Risiko eingehen und forderte daher von seinen Schützlingen „totales Forechecking". Hauner war es, der Adler mit seinem Anschlusstreffer zurück ins Spiel brachte (53.). Das war der Weckruf für die Osterfelder, während die Arminen unerklärlicherweise keine Gegenwehr mehr zeigten.

Es spielten fast nur noch die Hausherren. Nach Gino Seggios 2:2-Ausgleich war die Partie auf den Kopf gestellt (65.). Der bärenstarke Patrick Cibis traf in der 72. Minute nur den Pfosten. Cibis bereitete drei der insgesamt fünf Adler-Tore vor – eine tolle Bilanz.

Dann war es wiederum Hauner, der mit seinem 3:2 (77.) die Gastgeber erstmals in Führung und die Zuschauer – sofern sie denn Adler-Anhänger waren – in Verzückung brachte. Bis auf einen Schuss von Fojcik (69.) kam von den Gästen nichts mehr.

Die Hausherren hatten nach der Führung nicht nur Oberwasser, sondern auch leichtes Spiel. Und Glück, dass Ali Karagöz nach einem Foul gegen Sven Schleisiek nicht die zweite gelbe Karte sah (78.). Mawick wechselte ihn danach vorsichtshalber aus.

Robert Trimborn köpfte dann nach einer Hauner-Ecke zum 4:2 ins Netz (81.). Der Schlusspunkt gehörte Nabil Ben Romdhane (90. + 1). Während sich Mawick über eine „tolle Reaktion" seiner Jungs freute, geht es für die Arminia wohl gegen den Abstieg.

Quelle: DerWesten.de

Vorbericht

Angst vor dem unteren Drittel
Oberhausen, 21.10.2011, Björn Wentz, Stefan Schweigert, Marc Guntermann

Im Derby zwischen Adler und der Arminia ist verlieren eigentlich verboten um nicht nach unten gucken zu müssen.

SV Adler Osterfeld - DJK Arminia Klosterhardt

Derby-Zeit im Waldstadion: Mit Adler und Arminia treffen zwei Vereine aufeinander, die sich den Saisonstart sicherlich anders vorgestellt haben. Das gilt besonders für die Gäste. „Die Arminen stehen noch schlechter da. Damit haben sie sicherlich nicht gerechnet und stehen gegen uns unter Zugzwang", analysiert Achim Mawick die Situation vor dem Lokalduell. Der Adler-Trainer sieht bei seiner Mannschaft einen Aufwärtstrend („Die letzten drei Spiele waren gut, wenn auch nicht allesamt erfolgreich.") und wird seine Akteure daher für das Derby offensiv einstellen. „Wir wollen so die Unsicherheit der Klosterhardter ausnutzen", erklärt Mawick, der dieselbe Elf wie beim 1:1 in Burgaltendorf ins Rennen schicken wird. Im Tor wird also erneut Matthias Eckl stehen. „Ich habe zwei gleichstarke Torhüter zur Auswahl, aber der Matthias hat in Burgaltendorf gut gehalten", erklärt „Schimmel". Erdem Saglam hat seine Sperre abgesessen, wird aber erst einmal auf der Bank Platz nehmen. Ferhat Türkmen (Verdacht auf Kreuzbandriss) fällt hingegen erst einmal aus.

Die (Nicht-)Leistung gegen Vohwinkel bereitet Achim Meyer große Sorgen. „Mit dieser Einstellung haben wir gegen niemanden eine Chance. Taktisch und läuferisch muss da einfach wesentlich mehr kommen", läutet Arminias Übungsleiter vor dem Derby die Alarmglocken. Sind die 90 Minuten im Waldstadion erst einmal um, ist auch schon das erste Saisondrittel vorbei. Und da lesen sich magere sieben Zähler wie die Bilanz eines Absteigers. Meyer: „Es wird zeit, daran etwas zu ändern." Eine wirkliche Stammformation hat sich derweil bei den Gästen überhaupt noch nicht herauskristallisiert. Morgen droht Kevin Bongers (Knieverletzung) auszufallen. Mirco Balkmann wird trotz seiner zuletzt mäßigen Vorstellung in der Innenverteidigung beginnen, weil Ali Agca derzeit keine Alternative darstellt. David Fojcik, Andre Kampen und Danny Steinmetz sind dagegen potenzielle Kandidaten für die Startelf.

Quelle: DerWesten.de